RT03 -  Die sinnfreie Information im Universum
(In diesem Sinn: Einige Fragen und andere Antworten)

Gibt es im Universum sinnfrei Information, wie ist sie messbar?
Ist es möglich mit den heutigen technologischen Mitteln eine sinnfrei Information zu erzeugen?
Was ist ueberhaupt eine sinnfreie Information?
Ist Musik eine sinnfreie Information?
Koennte nicht die Kunst und nicht Redundanz als Gegenteil zu Information betrachtet werden?
Kann Information der Aufklärung entgegenwirken?
Gibt es einen physikalischen Zusammenhang zwischen (dunkler) Materie, Gravitation und Information?
Der Spiegel als erstes Abstraktionsistrument von Information

Viele Fragen, und eines steht fest, Partätsverletzungen kann und darf es nicht geben. Da kann sich auch die Information nicht darüber hinwegsetzen, oder?

Informationstechnologie trennte sich von der Medienkunst in den Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. In diesem Zeitabschnitt wurden die Oberflächen neuen Informationstechnologien so einfach, dass es nun auch Nichttechnikern möglich war das Internet für Kommunikation und Wissenstranfer zu nutzen. Die Zeit der klassische Künstler und Erfinders der alleine zu Hause am einzigartige und unabhängige Werk dadurch vorbei.
Die Inhalte der Medienkunst und die Utopien verschwanden. Ein interaktives, interdisziplinäre, und dezentrales Ding wurde mit dem Internet erschaffen. Eines der letzten ernstzunehmenden  Kunstwerke der  Medienkunst wurde auch thing.net genannt.  (Wolfgang Staehle, Helmut Mark, Max Kossatz....)
Die Informationstechnolgie konnte alle Eigenschaften und Medien über digitale Layer vereinigen.
Zu diesem Zeitpunkt waren alle Technologien noch durch Patente und Urheberrechte geschützt waren. Es gab noch keine Opensourcetechnologie. Künstler die sich mit diesen neuen Medien arbeiten wollten waren in Abhängigkeit von Firmen. Die Lösung brachte das Opensourcebetriebsystem Linux.
Das war natürlich für den klassischen Künstler und dem Kunstmarkt ein Problem, es gab kein einzelnes in sich geschlossenes Werk mehr. Zusaetzlich änderte sich der Copyrightgedanke. Durch diesen Umstand gab es damals  einen Generationswechsel in der Informationstechnologie und in der Kunst.

Alles schien in Ordnung zu sein, aber mit der Kunst und Information passte etwas nicht zusammen.  Kunst im allgemeinen aber auch die Medienkunst konnte durch ihren Anspruch ihrer Wertfreiheit nicht in die scheinbar allumfassenden  Informationstechologien eingegliedert werden.
Mit zunehmende Digitalisierung und sematische Verarbeitung von Datensätzen scheint sich aber ein generelles Problem der Information heraus zu kristalisieren.  Eine Paritätsverletzung der Information selber.  Ausser Kunst gibt es kein Gegenstück zur Information. NegInformation is noch ein Kunstwort. Rein technisch gesehen kann natürlich Redundanz als Gegenstück zur Information gesehen werden, ist aber  für einen denkenden Menschen unbefriedigend.
Die Evolution, Die informationsverarbeitung der Natur zeigt uns einen anderen Weg. Ein Gegenstück zur Information der Realität findet man in Träumen, Drogen und Musik(Kunst), scheinbar sinnfreie Informationen die aber überlebensnotwendig sind.
Es ist Zeit um die Informationstechnologie von ihrem Wahn des allumfassende  globalen  heilbringen Wissens zu erlösen.
Die Natur zeigt uns den Weg, es ist aber zur Zeit undenkbar diesen in die  Informationstechnologie zu integrieren.  Viel zu wenig ist über die naturwissenschfliche Bedeutung von sinnfreier Information  (wie man sie über die Kunst vermittelt bekommt) bekannt.
Um eine techologisch eine Sinnfreie Information herstellen zu können muss man sich viel in frage stellen. Unsere gesamtes System der Realität. Man muss sich an die Grenzen dieser begeben um diese technologische Möglichkeit zu bekomen. Den einen technologischen Zufall innerhalb eines Systems herzustellen ist unmöglich.
In unserer Installation RT03, begeben wir uns mit einem Radioteleskop an die Grenzen des Macrokosmoses. Wir müssen die Gesetz der Naturwissenschafften ignorieren wenn wir eine  sinnfrei Information erzeugen wollen. Diese ist aber nötig um die Parität nicht zu verletzen. Erst  beide arten der Information werden uns eine nachhaltige Technologie ermöglichen.














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