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Gibt es im Universum sinnfrei Information, wie ist sie messbar?
Ist es möglich mit den heutigen technologischen Mitteln eine
sinnfrei Information zu erzeugen?
Was ist ueberhaupt eine sinnfreie Information?
Ist Musik eine sinnfreie Information?
Koennte nicht die Kunst und nicht Redundanz als Gegenteil zu Information betrachtet werden?
Kann Information der Aufklärung entgegenwirken?
Gibt es einen physikalischen Zusammenhang zwischen (dunkler) Materie, Gravitation und Information?
Der Spiegel als erstes Abstraktionsistrument von Information
Viele Fragen, und eines steht fest, Partätsverletzungen kann und darf es
nicht geben. Da kann sich auch die Information nicht darüber
hinwegsetzen, oder?
Informationstechnologie trennte sich von der Medienkunst in den
Neunzigerjahren des vorigen Jahrhunderts. In diesem Zeitabschnitt
wurden die Oberflächen neuen Informationstechnologien so einfach, dass
es nun auch Nichttechnikern möglich war das Internet für Kommunikation
und Wissenstranfer zu nutzen. Die Zeit der klassische Künstler und
Erfinders der alleine zu Hause am einzigartige und unabhängige Werk
dadurch vorbei.
Die Inhalte der Medienkunst und die Utopien verschwanden. Ein
interaktives, interdisziplinäre, und dezentrales Ding wurde mit dem
Internet erschaffen. Eines der letzten ernstzunehmenden
Kunstwerke
der Medienkunst wurde auch thing.net genannt. (Wolfgang
Staehle,
Helmut Mark, Max Kossatz....)
Die Informationstechnolgie konnte alle Eigenschaften und Medien über
digitale Layer vereinigen.
Zu diesem Zeitpunkt waren alle Technologien noch durch Patente und
Urheberrechte geschützt waren. Es gab noch keine Opensourcetechnologie.
Künstler die sich mit diesen neuen Medien arbeiten wollten waren in
Abhängigkeit von Firmen. Die Lösung brachte das Opensourcebetriebsystem
Linux.
Das war natürlich für den klassischen Künstler und dem Kunstmarkt ein
Problem, es gab kein einzelnes in sich geschlossenes Werk mehr.
Zusaetzlich änderte sich der Copyrightgedanke. Durch diesen Umstand gab
es damals einen Generationswechsel in der Informationstechnologie
und
in der Kunst.
Alles schien in Ordnung zu sein, aber mit der Kunst und Information
passte etwas nicht zusammen. Kunst im allgemeinen aber auch die
Medienkunst konnte durch ihren Anspruch ihrer Wertfreiheit nicht in die
scheinbar allumfassenden Informationstechologien eingegliedert
werden.
Mit zunehmende Digitalisierung und sematische Verarbeitung von
Datensätzen scheint sich aber ein generelles Problem der Information
heraus zu kristalisieren. Eine Paritätsverletzung der Information
selber. Ausser Kunst gibt es kein Gegenstück zur Information.
NegInformation is noch ein Kunstwort. Rein technisch gesehen kann
natürlich Redundanz als Gegenstück zur Information gesehen werden, ist
aber für einen denkenden Menschen unbefriedigend.
Die Evolution, Die informationsverarbeitung der Natur zeigt uns einen
anderen Weg. Ein Gegenstück zur Information der Realität findet man in
Träumen, Drogen und Musik(Kunst), scheinbar sinnfreie Informationen die
aber überlebensnotwendig sind.
Es ist Zeit um die Informationstechnologie von ihrem Wahn des
allumfassende globalen heilbringen Wissens zu erlösen.
Die Natur zeigt uns den Weg, es ist aber zur Zeit undenkbar diesen in
die Informationstechnologie zu integrieren. Viel zu wenig
ist über
die naturwissenschfliche Bedeutung von sinnfreier Information
(wie man
sie über die Kunst vermittelt bekommt) bekannt.
Um eine techologisch eine Sinnfreie Information herstellen zu können
muss man sich viel in frage stellen. Unsere gesamtes System der
Realität. Man muss sich an die Grenzen dieser begeben um diese
technologische Möglichkeit zu bekomen. Den einen technologischen Zufall
innerhalb eines Systems herzustellen ist unmöglich.
In unserer Installation RT03, begeben wir uns mit einem Radioteleskop
an die Grenzen des Macrokosmoses. Wir müssen die Gesetz der
Naturwissenschafften ignorieren wenn wir eine sinnfrei
Information
erzeugen wollen. Diese ist aber nötig um die Parität nicht zu
verletzen. Erst beide arten der Information werden uns eine
nachhaltige Technologie ermöglichen.
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